Ashram Talks: Sonja Ongaro

Shownotes

Vor kurzem durfte ich wertvolle Tage in einem Ashram nahe Mumbai verbringen – und dabei fünf außergewöhnliche Menschen kennenlernen. Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen, Erfahrungen und Perspektiven, die eines verbindet: die Frage, wie wir unser Zusammenleben und unsere Welt heute und morgen bewusst gestalten können.

Aus diesen Begegnungen sind fünf besondere Gespräche entstanden. Gespräche über Führung, über unsere Gesellschaft und das, was uns als Menschen wirklich bewegt.

In dieser Folge spreche ich mit Sonja Ongaro, Psychologin und Health & Performance Coach bei Ongaro Horizon SAGL. Seit vielen Jahren begleitet sie Menschen und Teams dabei, ihr persönliches und berufliches Potenzial zu entfalten. Dabei verbindet sie moderne Coaching- und Methoden der Persönlichkeitsentwicklung mit Biofeedback und Outdoor-Training.

Wir sprechen über die Kraft der Liebe in der Führung und im Leben. Darüber, warum nachhaltige Veränderung nicht allein aus Disziplin und Willenskraft entsteht, sondern aus Freude, Sinn und Selbstliebe. Und darüber, was es bedeutet, Menschen wirklich zu sehen, eine gemeinsame Vision zu schaffen und Führung mit Klarheit und Liebe zu verbinden.

Viel Freude und Inspiration! Euer Peter


Über Sonja Ongaro
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Ich freue mich über den direkten Austausch mit euch: zum LinkedIn-Profil von Peter Martin

Transkript anzeigen

00:00:08: Bei mir sitzt Sonja Ongaru mit Inhaberin eurer Organisation.

00:00:18: Wie heißt diese Organisation?

00:00:20: Jetzt heißt sie

00:00:22: Ongaro Horizon.

00:00:24: Und wie lange bist du da schon dabei?

00:00:30: Diese Firma ist erst

00:00:30: ein Jahr alt, gerade

00:00:32: ganz viel umgewälzt und sind aber schon Selbstständig

00:00:38: seit ... ... zwei Tausend Fünf ungefähr.

00:00:43: Okay!

00:00:44: Und da noch in Deutschland, also ich sag mal Unternehmer sind wir seit ... ..."Zwei Tausends Fünf".

00:00:52: Also erst in Deutschland dann in Italien und jetzt in der Schweiz so ein bisschen.

00:00:57: die Firmen haben wir meistens gewechselt weil wir die Länder gewechselten

00:01:00: haben.

00:01:01: War das ein bewusster Move in die Schweiz, so im Sinne von in der Schweiz wird es sicherer?

00:01:04: Also ist das schon eine Idee dahinter.

00:01:07: Hat das auch etwas mit Longiviti zu tun?

00:01:09: Das hat was mit Longervitzi zu tun weil wir unserem Herzen gefolgt sind.

00:01:14: Insofern ja... Wir hatten zehn Jahre lang eine Praxis für Anti-Aging und regenerativer Medizin wo wir Checkups gemacht haben für Leute Auch viele Unternehmer dabei, viele aus ganz Italien Und das lief so ab, dass die zwei Stunden mit dem Arzt zusammen waren.

00:01:36: Also mit Filippo, zwei Stunden im Personal Trainer und zwei Stunden der Psychologin an mir zum Stressmanagement.

00:01:46: Das hat uns super viel Erfahrung gebracht und hat auch Spaß gebracht.

00:01:51: aber wir haben dann irgendwann gemerkt, dass das Wichtigste – und das sind auch die Anforderungen wie ich sehe an die heutige Gesellschaft, dass zu viele Leute denken.

00:02:04: Dass wenn sie genug wissen ... Machen Sie das auch!

00:02:10: Und das stimmt leider nicht.

00:02:11: Weil viele waren super begeistert beim Check-up und haben eine tolle Zeit gehabt.

00:02:17: Haben da viel bei gelernt.

00:02:19: Aber dann, wenn es darum geht, das Ganze anzuwenden, das ganze in Elemente aufzuteilen die wiederholbar sind und praktizierbar sind verdaubar sind, auch für Menschen an neuer Gewohnheit.

00:02:35: Da harbert es dann schon sehr stark und dem haben wir uns verschrieben auf digitale Weise sozusagen.

00:02:46: Wir haben angefangen Videokurse zu drehen und zu verkaufen also One to many von one-to-one To one too many um eben auch diesen Teil den die Leuten und meistens brauchen dieses neue Bewohnheiten entwickeln, fördern zu können.

00:03:10: Weil wenn du in der Praxis bist und die Leute einmal siehst dann kommt dich vielleicht noch mal wieder.

00:03:14: aber wenn Sie von ganz weit her kamen kommen Sie natürlich nicht wieder und man kann da nicht mehr stimulieren.

00:03:23: Und wenn man das im Coaching-Sinn macht, dann kann man es eben.

00:03:28: in die digitale Welt gekommen haben.

00:03:30: Daraufhin noch in Italien die Anfrage unserer Grußkunden gehabt, ob sie nicht einen Treffen haben können.

00:03:41: Da haben wir einen großen Event geplant und dann auch gemacht.

00:03:45: Und bevor es alles los ging sind wir in die Schweiz gezogen weil wir das Gefühl hatten dass wir den großen Schritt wagen können und bei uns in Lugano verliebt haben, ganz durch

00:03:59: Zufall eigentlich.

00:04:02: Und deswegen sind wir jetzt Schweizer Unternehmer und haben unsere ganze...

00:04:08: Schlugano-Italienisch oder Schweiz?

00:04:10: Wie würdest du es beschreiben?

00:04:11: also von der weißte vom Kind Bramente?

00:04:13: Es ist das Beste

00:04:13: aus beiden Welten.

00:04:15: Ja gell schon!

00:04:15: Das ist ein Paradies sowohl

00:04:18: von den Leuten her als auch von der Natur her.

00:04:22: Wohnt

00:04:22: oben nicht einen einzigen Tag

00:04:27: auch wenn es ein gewagter Schritt war, weil wir natürlich die Praxis hinter uns gelassen haben.

00:04:31: Das Zentrum hinter uns und

00:04:32: das war zum Glück fremdgemanaged.

00:04:36: Wir sind eigentlich frei und wir nutzen das, dass wir frei

00:04:40: sind.

00:04:44: Da wir jetzt noch freier sind, da wir want too many arbeiten können wir natürlich auch dahin fahren, haben wir das sofort genutzt hat dann auch super geklappt für viele Jahre.

00:05:02: Wir haben viel größer gemacht, viel events immer im Hinblick darauf was ich schon sagte auf deine erste Frage eingehen dass alle irgendwie mehr Hilfe brauchen um zu wissen was die täglichen Kleinigkeiten sind die einen wirklich weiterbringen weil viele reden soviel von großen Projekten und von großen Dingen.

00:05:27: Details, die eigentlich auch so einfach zu machen sind werden ausgeblendet weil sie zu banalscheinig oder zu simpel oder zu schwer erscheinen.

00:05:39: Weil wenn ich das mache will mich das schon richtig machen.

00:05:42: also dann wird irgendwie eine neue Gewohnheit ins Auge gefasst und dann fängt man an mit Willenskraft und mit Zwang und das hält mal ein paar Monate durch aber irgendwann Das lassen wir uns dann wieder, weil es keinen Spaß bringt.

00:05:57: Und das ist eigentlich der zweite große Punkt, den ich nennen würde was die Anforderung der Gesellschaft sind.

00:06:05: Sachen mit mehr Spaß und Vergnügen zu machen.

00:06:09: Die einzige Kraft ist für mich das gleiche wie Liebe.

00:06:14: Die Einzige Kraft ist, die dich wirklich darauf gleiten lässt und unerschöpflich ist Willenskraft und Disziplin.

00:06:25: Und Zwang, also Philippo, die auch alles sagen.

00:06:28: Das sind alle so Sachen, die vergehen

00:06:32: mit der Zeit.

00:06:32: Die sind ... Endlich?

00:06:35: –

00:06:36: Endlich!

00:06:36: Genau, wo ich gar im Limit bin.

00:06:40: Und sind schwer nachzuproduzieren.

00:06:43: Aber geht's ohne Disziplinen?

00:06:44: Ich hab mich vorhin gefragt, weil es gibt ja immer wieder diese Neujahrs Die Vorhaben, die man sich so nimmt angefangen von dem Thema das und das werde ich jetzt verändern in meinem Leben.

00:06:58: Ich hab jeden Tag ein Buch lesen anstatt mich auf Social Media aufzuhalten oder ich werde jede Woche irgendwie was für meinen Körper tun, für meine Vitalität ... Oder oder also ich werd mal wieder ins Theater gehen, was für die Kultur oder wie auch immer Und dann gibt's ja irgendwie diesen Teil.

00:07:16: da sagst du Also wenn die Freude dabei wäre dann wär das überhaupt kein Thema.

00:07:20: Sonst sind es Vorhaben, wo du Willenskraft und Disziplin dafür brauchst.

00:07:23: Aber raus nicht diese Disziplinen trotz der Freude!

00:07:29: Weil wenn man auf ein gewisses Plateau ankommt dann kann ja auch mal der Moment der Freute gar nicht so da sein oder...

00:07:36: Kann auf jeden Fall mein Durchhänger sein aber der große Motor sollte auf jeden fall vergnügen.

00:07:43: Auch nicht in dem Sinne dass das immer Spaß macht sondern Vergnügen in dem Sinn Zweck hat, dass man wirklich einen Sinn darin sieht was man macht.

00:07:57: Der Sinn des Lebens.

00:07:58: wenn dein Leben Sinn hat für dich dann sind ganz viele Sachen die du auch machen musst viel erträglich oder viel einfacher.

00:08:06: und wenn man braucht eigentlich die meiste Disziplin in meinen Augen um ein vernünftiges Ziel zu formulieren.

00:08:15: Um das Ziel so zu formulären und so zu übersetzen aus dem, was für dich wichtig ist und aus dem was dein Herz bewegt auf eine Sprache die dich enthusiastisch macht wenn du es schon liest also ein Objekt mit einem Ziel was wenn du fließt und wenn du dich daran erinnerst dir diese Energie vermittelt dieses was ich eben Vergnügen genannt habe oder Spaß aber dieses Diese positiven Gefühle, die dich dann schon nach vorne treiben anstatt immer mit der Peitsche hinter dir her zu sein.

00:08:48: Hast du diese Vision?

00:08:50: Hast du diesen Sinn bei dir?

00:08:51: also... Ja!

00:08:52: Was ist das für ein Satz?

00:08:54: oder...?

00:08:56: Das ist ein Satzz von einem spirituellen Meister meiner... Von einem meiner spirituellem Meister heißt Ram Dass

00:09:06: ich weiß nicht drücken kann.

00:09:10: Und das geht ungefähr so, dass ich jede Person dessen deren Leben ich spüren darf oder deren Leben Ich anfassen darf bringe ich zurück zu sich selbst.

00:09:31: Weil das wäre der dritte Punkt den die Gesellschaft braucht was ja alles hier also Selbstliebe- oder Liebe als Motor und Die meisten Menschen merken überhaupt gar nicht, dass sie

00:09:43: existieren

00:09:45: habe ich das Gefühl und sind nicht bei sich.

00:09:50: Und dieses bei sich ankommen und fasziniert sein von dem Geschenk, was wir haben... ...von der Natur und fassiniert seien davon wie wir funktionieren.

00:09:59: Das ist halt Philippus und meine Leidenschaft.

00:10:02: Wie funktionieren

00:10:04: wir?

00:10:04: Habt ihr die gemeinsamen Division?

00:10:06: Ja.

00:10:06: Hat es eure gemeinsame Vision oder gibt sie in unterschiedlichen Ausprägungen?

00:10:11: Seine könnte leicht anders sein denke ich mal, weil das ist wirklich meine.

00:10:17: Aber in der Art es auch sein wird er dann selber sagen.

00:10:22: Also welches seinen Satz oder seinen Motto habe ich mir gar nicht so richtig bedacht aber das kommt mir vielleicht in den Sinn während wir sprechen.

00:10:34: Aber mit Sicherheit ziehen wir da am selben... Wir möchten beide eigentlich, dass jeder Mensch und das glaube ich könnte auch so bejahen.

00:10:43: Dass jeder Mensch die Möglichkeit hat sein Geschenk

00:10:47: voll auszulutzen...

00:10:49: ...und fit zu sterben!

00:10:51: Das ist ein krasser Satz aber... ...das ist ja eigentlich das was wir

00:10:53: alle wollen.

00:10:54: Jung alt zu stermen?

00:10:55: Ja, genau.

00:10:56: Genau, oder?

00:10:56: Jung alt im Leben zu sterpen.

00:10:58: Mit gerade halbem Kopf

00:11:00: hoch und

00:11:02: gesund dann

00:11:03: einfach irgendwann zu

00:11:04: gehen.

00:11:07: Also dieses Gesellschaft war für mich zu überzeugt, dass sie so viele Dinge weiß und auch macht.

00:11:14: Das stimmt nicht!

00:11:17: Alle sind zu viel an der Disziplin interessiert und denken die müssen die Disziplinen hochhalten und das bei den neuen Gewohnheiten, die Sie kreieren wollen, dazu zu fügen.

00:11:31: immer ist es anstrengend zu anstrenden.

00:11:35: Und wenn Sie irgendwas anfangen dann... dann sollte das mit Liebe oder zumindest einer großen Achtung für sich selber und für diesen Organismus passieren.

00:11:48: Und das merke ich, dass bräuchte die Gesellschaft und dafür arbeiten wir eigentlich auch beide.

00:11:55: Dieser Selbstliebeaspekt wird immer stärker.

00:11:59: Selbst Liebe ist für uns... Ich tue mir was Gutes und werde dadurch zum positiven Faktor für diese Menschheit oder für diese Welt.

00:12:09: Weil ich, wenn ich glücklich bin, da muss ich mir nicht auf meine Verteidigung konzentrieren.

00:12:15: Wir sehen alles im biologischen Sinne, im ur- evolutiven Sinne, dass der Körper oder entweder vergnügen sucht oder versucht vor Gefahr zu flüchten in so einem Stresssinn und da ist halt Liebe die ganze Bandbreite von den Verhaltensreisen, von den Gefühlen, anderen helfen lässt, kreativ sein lässt viel zu schaffen und gute Führungskräfte

00:12:43: zu sein usw.

00:12:47: Gibt es denn genügend weibliche Vorbilder?

00:12:51: Für mich oder glaubst du in der Gesellschaft überhaupt?

00:12:55: also

00:12:56: ich fürchte nicht.

00:12:59: Ich fürchte zu wenige auch wenn ich viele auf meinen In meinem Leben viele Seelenfrauen nämlich die Klipptroffen habe.

00:13:09: Die könnten sicherlich einiges bewegen, sind aber meistens nicht ... Sie sehen nicht den Sinn da drinnen sich stark zu machen für irgendwas oder dagegen anzukämpfen.

00:13:22: Da ziehe ich mich voll mit ein, denn kämpfen muss man nicht, finde ich.

00:13:27: Ich finde, man sollte immer probieren auch zu vermitteln die Leuten, die Führungskräfte sind oder in der Leadershipposition sind nicht gegen irgendwas ankämpfen soll, sondern für etwas sein sollten.

00:13:42: Das ist einfacher und schöner und angenehmer.

00:13:50: Und jetzt habe ich die Faden verloren?

00:13:54: Warum hab' ich das gesagt?

00:13:56: Dass man für was sein sollen und nicht gegen etwas... Ja, aber wir sind wieder noch gekommen.

00:14:00: Wir kamen sozusagen von dem Thema der weiblichen Rolle als Vorbild und sich für was stark machen.

00:14:06: Genau!

00:14:07: Und Frauen sind halt ... Ich denke mal, von der Basis ist ja keine Kämpfernaturen.

00:14:11: Wir wollen eher Sachen nähren damit sie wachsen können und unsere Stärke ist eher diese Konstanz glaube ich Und ich sehe leider viele Frauen in Führungspositionen die denken dass sie Männer sein müssen um da und vielleicht müssen Sie das auch aber die in keinster Weise

00:14:36: Also die besseren Männer sogar

00:14:39: Ja, natürlich müssen sie besser als Männer sein.

00:14:42: Aber dass sie sich nicht trauen oder sich nicht bewusst sind in ihrer weiblichen Privilegien... Wenn Sie die rausholen würden und wenn Sie die nutzen

00:14:55: würden ... Was ist ein weibliches Privilegt?

00:15:00: Ein weibliches Privilege würde ich gerade das nennen, was ich eben gesagt habe, dass wir weniger zum Kämpfen sind gemacht sind als zu beitragen.

00:15:22: Viele Organisationen im Management ist das Kämpfe, die da auszustehen sind.

00:15:26: und ich denke wenn eine Frau sich bewusst ist dass sie über ihre weiblichen Fähigkeiten und Potenziale bewusst Könnte sie das schaffen mit einer, mit dieser hart aber herzlich Methode viel weiterzukommen als hart und unherzlich?

00:15:49: Ich weiß nicht, ob man das verstehen kann.

00:15:52: Was ich meine...

00:15:52: Ich verstehe total was du meinst, aber ich dachte mir gerade, ob es klar und herzlich heißt anstatt hart.

00:15:57: Klar!

00:15:58: Weil hart wäre ja wieder ein mänches Pinzier.

00:16:01: Das wär eher klar.

00:16:03: Klarheit mit Liebe,

00:16:04: genau.

00:16:04: Ja, Klarheit und Liebe oder das wäre eine wunderschöne Klarheit, Konsistenz.

00:16:09: Kombination,

00:16:11: also auch eine gute Form von Integrität.

00:16:12: So sehe ich die Dinge ja?

00:16:14: Und ich denke das können Frauen wenn sie

00:16:17: das bewusst machen vielleicht noch ein Tick besser als Männer.

00:16:21: aber

00:16:22: da will ich mich nicht aus dem Fenster lehnen weil es ist vielleicht natürlicher für uns wenn man das vom virologischen

00:16:28: her

00:16:29: sieht.

00:16:30: und dann haben Frauen oft einen sehr hohen Grad an Sensibilität was Männer gerne auch Empfindlichkeit nennen.

00:16:42: Das ist das ja sicher auch, aber diese Empfindigkeit oder mag ich lieber sagen Empfindsamkeit ist dann ja auch das, was einen dazu bringen könnte besser zu spüren, was jemand braucht der für dich arbeitet.

00:16:57: Was jemand braucht, wer in einem Team erfolgreich sein möchte, was das Team braucht und was da gerade los ist.

00:17:05: Da denke können Frauen mit Sensibilität viel erreichen, aber in Führungspositionen glaube ich trauen sie sich oft nicht das zu zeigen weil das Schwäche bedeutet.

00:17:20: Also sowas wie Liebe oder Einfühlsamkeit oder Empfindsamkeit zu zeigen also Verletzlichkeiten auch oder mal Wein oder so was Das geht ja gar

00:17:32: nicht

00:17:33: im klassischen Organisation heute.

00:17:36: Aber ich glaube, das muss gehen in der Organisation der Zukunft.

00:17:45: und jetzt eigentlich schon das Einzige was uns unterscheidet von unseren AI-Kollegen sind die Gefühle.

00:17:52: wir haben unsere Perspektive auf das Leben und unsere eigene Art Dinge

00:17:58: zu verarbeiten,

00:17:59: die wir dann so kommunizieren können.

00:18:01: Das können Maschinen zum Glück noch nicht.

00:18:04: Wir müssen da hinarbeiten, dass wir Menschen bleiben und die menschlichen Qualitäten verstärken.

00:18:11: Und nicht die technischen.

00:18:14: Super!

00:18:16: Mir fallen tausend Fragen ein.

00:18:18: Ein Thema ist... ...wir reden ja gerade über das Thema anti-weibliche Kraft und die männliche Kraft.

00:18:26: Ja.

00:18:27: Und wir reden auch über die Weiblichkraft in der Führung.

00:18:31: Jetzt ist es so, dass man alleine schon in der Partnerschaft Da ist ja auch so ganz viele Paare, Ringen um die Nummer eins.

00:18:42: Und wer ist die Nummer zwei?

00:18:44: Genau!

00:18:45: Wer macht Karriere

00:18:46: und

00:18:47: wer steckt jetzt erst mal zurück?

00:18:48: oder gibt es Kinder oder haben Kinder keinen Platz?

00:18:52: Weil

00:18:53: wir sind ja schon ein Team, da musst du auch einen Herr rechigen geben.

00:18:55: Genau ... Die Kinder dann ... Ja, wer müsste denn dann zurückstecken?

00:19:00: und finden wir nicht sofort eine Möglichkeit unser Kind weiterzugeben, sodass auf keinen Fall sozusagen zurückstecken.

00:19:10: Wie siehst du das und was glaubst du, was es bräuchte auch für die Zukunft?

00:19:17: Ja, schwere Frage!

00:19:19: Schwere Frage für mich weil...

00:19:22: Du hast ja auch Karriere gemacht, du hast studiert.

00:19:24: Was hast du studiert genau?

00:19:25: Aber ich habe Wirtschaftspsychologie

00:19:27: studiert, Fachhochschule in Lüneburg.

00:19:31: mit Schwerpunktaufarbeits- und Ingenieurspsychologie, wo der ganze Bereich, den ich so toll finde drin ist.

00:19:37: Also Menschmaschinenedaktion, Usability, Stressmanagement

00:19:40: alle

00:19:41: Schattierungen davon.

00:19:48: Schwere Frage für mich weil ich so ganz natürlich die Nummer zwei sein mag.

00:19:54: Ich bin total leidenschaftlicher Follower und finde, dass ich diesen Privileg habe in Philippus Rückenwind zu reisen.

00:20:09: Ich konnte mich in seinem Rücken Wind entwickeln als unser Sohn klein war.

00:20:15: Da gab es weder für ihn noch eine Frage, das ich mich darum kümmern darf.

00:20:25: Aber da wir beide auf Freiburg viel waren, war das natürlich viel leichter zu regeln als wenn beide Personen fest eingebunden sind in der Karriere.

00:20:36: Weil er dann auch immer zu Hause bleiben konnte und ich mal zu Hause bleibe.

00:20:39: Wir konnten uns quasi abwechseln wann es notwendig war.

00:20:42: Wir hatten auch die Eltern in der Nähe und das war also gar kein Thema.

00:20:47: Und wenn ich mir eine Familie vorstelle oder ein paar Vorstellen was Kinder planen wo beide fest in einer großen Organisation eingebunden sind, ist es schon eine Herausforderung das zu regeln

00:21:04: finde ich.

00:21:06: Klar sagt man auf Anhieb Beide sollten bereit sein Abstriche zu machen.

00:21:15: aber dann frage ich mich auch wieder wie befriedigend ist dass sowohl für den Mann ein bisschen seiner Männlichkeit Entwurzel zu werden und für die Frau dann auch ein bisschen ihrer Weiblichkeit entwurzelt zu werden, weil biologisch gesehen ist es halt so wie es immer war.

00:21:36: Frau bleibt eher mit dem Kind und der Mann geht weiter beruflich weiter und ich denke das ist auch ein ganz großes Thema in der Gesellschaft heute dass die Männer vielleicht gar nicht genug Mann sein dürfen Heutzutage, sag ich mal.

00:21:58: Das heutzutag ist ein blödes Wort.

00:21:59: Aber dass die Männer das brauchen, Männer zu sein und Frauen es brauchen, Frauen zu sein auch.

00:22:06: Also man muss biologisch gesehen die Chance haben jemanden zu beschützen Die Chance haben der starke zu sein die chans haben Der

00:22:17: vorläufer zu sein.

00:22:19: Ich rede jetzt biologische sehen.

00:22:20: das heißt nicht dass das immer in verhaltensweise umgesetzt werden muss aber Das ist trotzdem in uns das Ganze und wenn wir versuchen, diese Natürlichkeit rauszuholen bei uns dann bewegen wir uns immer weiter weg von der Natur.

00:22:36: Von der wir schon soweit

00:22:37: weg sind

00:22:39: Und ich glaube es halt dass wir aus irgendeinem Grunde aus einem guten Grund so gemacht

00:22:44: sind.

00:22:46: kein Problem sein sollte, auch mal die klassischen

00:22:50: Rollen zu akzeptieren.

00:22:53: Ich glaube das ist

00:22:53: dann im tiefen Herzen auch zufriedenstellender für

00:22:59: beide.

00:23:02: Das heißt aber nicht dass ich mich denke was jeder frei wählen sollte und dass es auf jeden Fall eine Balance geben sollte zwischen wer macht wie viele Abstriche.

00:23:11: Wenn man das als Abstrich empfindet, wenn man es als Opfer empfindete mit dem Kind zu sein und klar muss man damit umgehen können, aber im Idealfall soll das ja gar nicht als Opffer gesehen

00:23:25: werden?

00:23:27: Ja ich merke halt dass ganz viele Paare und vor allem Frauen mit dieser Frage was für sie das richtig ist und wie sie damit umgehen, auch zum Teil massiv überfordert sind.

00:23:43: Weil es gibt ja auch genau dieses Bild was von außen kommen so von wegen die Idee von wegen alle müssen gleich sein keiner steckt zurück.

00:23:55: Und was du machst nicht weiter mit deiner Karriere?

00:23:58: Wie blöd bist Du?

00:24:00: Ja steckst du sozusagen zurück?

00:24:04: Ja, habt ihr das nicht geklärt?

00:24:06: Das heißt die Erwartung von außen.

00:24:07: Dass es

00:24:08: so ist ...

00:24:09: dass du so hast du dir das gut überlegt und so.

00:24:14: Und irgendwie merkt man ja auch selbst wenn man diesen Gedanken teilt, dass es ja eine Natürlichkeit gibt, dasses ne unglaubliche Gegenbewegungen gibt darauf, dass man sagt also nee also ja warum soll das zu sein?

00:24:34: Das Kind ist geboren und dann teilt man sich das halt auf.

00:24:40: Es kommt in die Kita nach einem Monat, es ist relativ schnell anders untergebracht.

00:24:46: Ich erlebe immer wieder junge Frauen oder junge Familien, dass sie auch emotional mit der Situation überfordert

00:24:56: sind.".

00:24:56: Wenn Sie die

00:24:57: weggeben, meinst du?

00:24:59: Ja.

00:24:59: Total, das ist wie ein Würzel.

00:25:02: Meine Mutter ist immer noch was Biologisches zum Glück.

00:25:06: Was ganz

00:25:06: Biologisch ist, Gott sei Dank!

00:25:08: Und wenn man dann aber so tut als wenn es das nicht wäre

00:25:10: ... Genau, alle Gesetze außer Kraft und ist auf Wurst und Hauptsache hat man sich das jetzt aufgeteilt.

00:25:17: Dann frage ich ja, was ist damit wirklich gewonnen?

00:25:20: Ich versteh's.

00:25:20: Was sind das Wertvollste, was wir jetzt eigentlich schaffen?

00:25:24: war es dann die Karriere

00:25:26: oder ... Oder

00:25:27: das Leben, was wir geschafft haben.

00:25:29: Und da komm ich manchmal gar nicht mehr so mit und darum hab ich mich gefragt, seid ihr beide erfolgreich?

00:25:39: Ich hab euch ein bisschen beobachten dürfen.

00:25:41: Das Schöne ist dieser wunderbare Umgang miteinander.

00:25:44: Also man sieht, dass du ihm die Bühne bereit bist.

00:25:47: Du aber auch damit total zufrieden bist!

00:25:50: Absolut, wir

00:25:51: haben keinen Konkurrenz-Kaum.

00:25:52: Das ist kein Konkurrents, das ist sehr harmonisch und es ist aber wie so ein congeniales Zusammenspiel, dass das so gut funktioniert.

00:26:01: Also jeder darf tun ... also man sieht auch, er ist ja ... Er sieht dich ja auch immer!

00:26:13: Also er hat dich ja immer im Blick.

00:26:17: Das heißt, jeder sorgt für den anderen.

00:26:20: Ich finde das so schön!

00:26:21: Es ist nicht weit verbreitet und ich finde es auch eine Königsdisziplin, dass man nicht nur ein Paar ist und lange zusammen ist und einen Kinder hat, sondern die Königs- Disziplinen noch zusammenzuarbeiten.

00:26:35: Wie funktioniert das denn da?

00:26:37: Weil man ja dann tatsächlich immer zusammenwirkt.

00:26:41: Ja, es rührt mich zu Tränen was du sagst.

00:26:43: Weißt du schon von der letzten Mal ... Ich empfinde das auch so, wie du sagst.

00:26:48: Und ich finde auch wir haben einen riesen Geschenk an Beziehung manchmal fünf Wochen ein bisschen Astrologie irgendwie gerne und irgendwie alles scheint zu bestätigen dass wir irgendwie zusammen

00:27:03: gehören.

00:27:04: Was bist Du denn für den Sternzeichen?

00:27:06: Stia und eher Krebs?

00:27:09: Ich verstehe nicht viel von Sternzeichern aber zumindest rührt es mich immer zu denken okay also wir haben wirklich Da auch da das große Los gezogen.

00:27:17: Und es war von Anfang an wie so ein Tanz, wie du gesagt hast total komplementär.

00:27:23: Also ich habe ihn als Arzt empfunden der ganz offen ist für den psychoemotiven Teil und ich war schon immer eine Psychologin die ganz, ganz offen sind für den Körper weil mein Tempel ist, die Natur, die wir sind.

00:27:36: Und dann haben wir uns immer genau in der Mitte getroffen.

00:27:41: Er hat Arbeiten und Leben, ist ein Kontinuum.

00:27:45: Und zusammenarbeiten ... Ist für uns kein Stress, sondern ist für uns lebenswichtig.

00:27:53: Wir haben uns so kennengelernt und es hat sofort so funktioniert.

00:27:56: Ich glaube das ist auch ein Grund, warum wir uns verliebt haben, weil wir beide

00:28:00: ganz ... Also ihr habt zusammen gearbeitet?

00:28:01: So habt ihr euch kennengelernen?

00:28:02: Ja,

00:28:02: bei den Astronauten.

00:28:05: Ach, du warst auch dort?

00:28:07: Wir haben

00:28:07: es im Astronautenzentrum kennengelernt.

00:28:09: Ich hatte das Büro neben ihm.

00:28:12: Ich bin später dazugekommen.

00:28:13: da hat er gerade schon

00:28:14: seine

00:28:15: Russland-Erfahrung gemacht und den Staat usw.

00:28:19: mitgemacht und alles.

00:28:20: Er war dann also wieder da weil vorher waren nicht immer nur in Houston und Moskau und da kam ich dazu und der Rest ist Geschichte.

00:28:29: Ist ja toll!

00:28:30: Ah, so habt ihr euch kennen gelernt.

00:28:35: haben wir uns beim Arbeiten kennengelernt, hat aber schon beide unsere eigenen Rollen.

00:28:39: Also ich als Psychologin und er als Arzt und haben da schon gemerkt was dass wir eigentlich beide hoch fasziniert davon sind diesen unglaublichen Organismus zu seinem besten funktionieren zu bringen.

00:28:55: das klingt jetzt sehr technisch aber es ist mit viel Liebe gemeint Und deswegen war für uns über Arbeitssprechen schon immer eigentlich nur ein Reden über das, was uns fasziniert.

00:29:10: Was ja verbindet auch?

00:29:11: Wenn

00:29:12: dann nachher Bürokratie damit dazukommt und meine Firma bietet... Also da sind natürlich auch ein paar Sachen wo ich dann mal schnaufe, weil ich leider muss die Bankerfahrung habe, dass wir alles finanzielle machen und Bürokratei usw.

00:29:30: lasst ihr dann gern auf meine Schultern, aber ich weiß auch, dass viel auf seinen schultern lastet.

00:29:33: Weil er halt immer der Kommunikator ist und immer alles regelt und alle Beziehungen pflegt usw.

00:29:39: Sofern haben wir da beide unser ... Auch die Last zu tragen, die wir nicht so toll finden.

00:29:46: Aber im Grunde ist es wirklich ein Tanz durchs Leben.

00:29:51: Wir sind eigentlich ganz verschiedene Menschen mit ganz verschiedenen Vorlieben.

00:29:56: Trotzdem treffen uns immer irgendwo auch was Geschmack anbelang fürs Haus und was die Erziehung unseres Sohnes anbelangen oder den Hund, den wir jetzt haben.

00:30:07: Und zwar, das ist immer doch irgendwie, treffen wir uns dann irgendwo, dass es uns beide dann auch glücklich macht.

00:30:13: Ich kann gar nicht ausdrücken wie glücklich ich mich schätzen kann... Wie ich das nicht für selbstverständlich nehme und wie dankbar

00:30:24: ich bin dafür, dass sich in so einer Situation... Das Schöne ist, spürt man bei dir.

00:30:27: Es

00:30:27: ist toll!

00:30:28: Ganz ganz voll,

00:30:29: ja?

00:30:30: Dass man das spürte und ich glaube unser Sohn ist da mit oder zwischen geraten und hat sich in den Tanz eingereitet.

00:30:38: Das fühlt sich irgendwie so an.

00:30:39: also es war immer genau die richtige.

00:30:41: Ich konnte zu Hause bleiben weil wir gerade nach Italien gefahren sind, gezogen waren erst ein halbes Jahr alt war Da konnte ich noch keine Tagene sprechen.

00:30:47: Also habe ich beider Arbeit auch noch nichts schaffen können.

00:30:51: Als er dann groß genug war, konnte man eine Stunde oder zwei zur Betreuung gehen und da konnte ich dann mal eine Stunde bis zwei Patienten mit Biofeedback und Händen am Füßen arbeiten usw.

00:31:03: Und so hat sich das dann langsam alles hergegeben.

00:31:04: Unser Sohn hat fast alle unsere Coachings mitgemacht.

00:31:10: Das ist die Weisheit, wie daraus kommen.

00:31:15: Ich leg meine Hände bei dem Kopf zusammen, positiv.

00:31:18: Wow!

00:31:21: Wenn wir jetzt mal so diese Zutaten aus dem was du gerade erzählt hast die Erfahrungen auch von Mann und Frau, Frau und Mann Familie und Kinder Und wird daraus mal so drei Erkenntnisse formulieren für Führung von heute beziehungsweise auch für die neue Gesellschaften entstehen darf.

00:31:45: ich habe verstanden dass die Freude ein elementarer Treiber sein wird.

00:31:51: Du hast es jetzt gerade auch öfter irgendwie Tanz genannt, also miteinander zu tanzen mit den Dingen zu tanze.

00:31:59: Was würdest du noch hinzufügen wollen?

00:32:01: Zur Freude!

00:32:02: Ja zur Freude.

00:32:04: Ja das Selbstliebe ist für mich... Ist ein Wort, das komisch klingt.

00:32:08: auf Deutsch muss ich sagen.

00:32:08: Ich denke eigentlich heißt es Amor Proprio, dass es ein bisschen anders.

00:32:11: oder auch auf Englisch klingt Self-Love komisch weil wir Wie heißt

00:32:18: das auf Italienisch?

00:32:20: Amor proprio.

00:32:24: Aber wir Europäer schieben es dann immer gleich in die nazistische Ecke, aber es ist eigentlich so gemeint wirklich nur so gemeind hoch fasziniert zu sein vom eigenen Organismus von einer eigenen Geistkörperseele

00:32:41: Kombination

00:32:43: und sich als Freund zu behandeln als erste wichtige Person in deinem Leben.

00:32:50: Das klingt merkwürdig, wenn man über Beziehungen spricht aber ich glaube das man nur so eine gute Beziehung führen kann, wenn jeder in der Beziehungszeit zwei Leute oder sei es ne Gruppe, sei es eine Abteilung dass das nur wirklich gut funktionieren kann Wenn jeder sein eigener Freund ist zu hundert Prozent.

00:33:13: das heißt sich verzeihen kann Das heißt, sich seiner Vorlieben bewusst zu sein.

00:33:22: Damit man halt weiß wie man entscheiden kann wenn es wichtig wird für sich selber weil man dann den anderen helfen kann oder weil man da dazu tun kann wenn man sich für andere Opfer hat geht das einfach nicht.

00:33:39: Wenn einer sich

00:33:40: in der Beziehung aufhat für den anderen,

00:33:42: dann funktioniert das nicht.

00:33:43: Also diese Selbstliebe ist ganz wichtig ...

00:33:51: Jesus hat ja gesagt ... Gemeinsame?

00:33:53: Jesus hat dazu gesagt, liebe den Anderen wie dich selbst.

00:33:58: Genau!

00:33:59: Das ist genau drin hier.

00:34:01: Und nur dass es dich selbst immer nicht gehört

00:34:03: wird.

00:34:04: Genau und man denkt an dieser Stelle, sich selbst lieben, selbstverständlich wäre.

00:34:11: Genau!

00:34:12: Ist es aber gar nicht?

00:34:13: Überhaupt

00:34:14: nicht!

00:34:14: Weil Liebe den anderen wie dich selbst würde ja voraussetzen dass man sich selbst Lieb das man den Anderen lieben kann.

00:34:24: und wir haben aber durch diese ich nenne es mal katholisch christliche Prägung

00:34:31: Bloß nichts

00:34:32: für dich selbst tun.

00:34:33: Gar nicht unbedingt die Selbstliebe gelernt, sich selbst anzunehmen.

00:34:38: Da gab es ja ganz viel im Bereich der Sünde und was wir alles nicht an uns mögen oder annehmen dürfen.

00:34:48: Insofern finde ich diesen Punkt dieser Selbstliefe so wichtig also...

00:34:54: Für mich ist das alles!

00:34:56: Und für mich ist das was wir in jeder Person sehen, was defizitär ist.

00:35:03: In jedem Leben, was ich berühren darf... Nicht in jedem natürlich, ich habe es jetzt übertrieben!

00:35:09: Aber in den meisten Leben die ich berührt darf sehe ich dass da ein großes Defizit ist und dass das alles heilen

00:35:16: könnte

00:35:18: wenn jemand bloß aufhören würde sich schlecht zu behandeln oder zu hassen.

00:35:23: Es ist einfach ein bisschen nett behandelt.

00:35:26: Selbst Liebe ist auch so ein großes Wort, aber es sind kleinen Gesten.

00:35:30: Wir sind hier und sprechen nur über das.

00:35:32: Aber die kleinste Geste, dass sich mal selber die Hand auf die Schulter legen oder sich zu sagen Mensch eigentlich sieht's doch ganz okay aus oder wird alles gut?

00:35:42: Oder den Fehl hast du bestimmt gemacht weil das irgendeinen Sinn hat?

00:35:46: Solche kleine Sachen... Das ist voraussetzung dafür wirklich eine zufriedenstellende Interaktion mit jeglichem anderen Menschen zu haben, weil man sonst einfach nur den Anderen um Liebe fragt.

00:36:01: Wenn man leer ist...

00:36:04: Dann kann Partnerschaft ja nicht funktionieren auf Dauer, das funktioniert

00:36:07: nicht.

00:36:08: Was ist das Dritte was du noch hinzufügen würdest?

00:36:12: Wir haben die Freude wir haben die Selbstliebe... Dinge die gemeinsam

00:36:15: Freude bereiten also Dinge die man schon gemeinsam... Man sagt mal so gemeinsame Interessen Und manchmal ist da nicht viel, aber Dinge, die einen gemeinsam faszinieren.

00:36:29: Gemeinsam ... Also

00:36:30: Gemeinsamtkeit?

00:36:31: Ja.

00:36:32: Er kann zusammen sein

00:36:34: können... weil man die ... Wenn du das überträgst auf die ... also ich finde den Punkt Gemeinsammkeit oder gemeinsam etwas zu unternehmen oder was zu machen als zu kooperieren, es ist eigentlich, oder?

00:36:48: Ist es eine Form von Kooperation, echte Kooperation?

00:36:51: Nee, ich meine

00:36:51: eigentlich eher so dass man dass man auch gemeinsam mit Sachen erreichen will, vielleicht.

00:37:03: Dass man ein

00:37:03: gemeinsames Ziel hat auch mal.

00:37:06: Also nicht nur und ich finde auch allein sein ganz wichtig.

00:37:09: Ich finde es auch richtig, dass beide alleine sein können aber wenn alles unterschiedliche Bedürfnisse sind dann geht das fertig.

00:37:19: Wenn beide Bedürfschen es noch lieber haben das kann man... Das wird nur noch potenziert, wenn beide das leben Das Bedürfnis nach Dominanz haben, das ist dann nicht besonders kompatibel.

00:37:33: Aber irgendwas was gemeinsam wirklich Spaß bringt und was wirklich das Herz erfüllt, auch wenn es nur eine Sache ist, aber zum Beispiel in der Natur spazieren gehen.

00:37:46: Wenn dass beide toll finden und das kann man über erleben einer nur Rennfahren mag und der

00:37:53: andere nur Stricken.

00:37:55: Wenn wir das nochmal auf Unternehmen übertragen, weil wir sind sozusagen stark bei einem Thema Partnerschaft?

00:38:02: Ja genau!

00:38:03: Aber ich finde dass man es durchaus übertragen kann.

00:38:06: Total!

00:38:07: Also wie würdest du das gemeinsame Ziel dann dort oder das gemeinsamen Erleben dann dort beschreiben?

00:38:14: Das würde ich mit Übersetzung beschreiben.

00:38:19: Ich würde sagen, dass die Unternehmensspitze ein Ziel haben muss was sie enthusiastisch lebt.

00:38:29: Das drücken wir dann ja auch in Worten aus irgendwie im Leitbild oder so.

00:38:37: aber das muss dann irgendwie vielleicht durch Coaches oder irgendetwas übersetzbar gemacht werden für jede Person um in deren Identität integriert werden zu können.

00:38:50: Also wenn das Ziel heißt, wir wollen jedes Jahr wachsen und vielleicht ist der Unternehmer selber oder die Unternehmer selbst finden die toll und macht sie enthousiastisch.

00:39:03: Das macht natürlich nicht

00:39:04: unbedingt dann die Belegschaft

00:39:07: schaunen.

00:39:09: Aber da zu helfen jedem über die eigenen Präferenzen dass es so zu übersetzen, das glaube ich geht immer.

00:39:21: Weil Wachstum kann ja dann für den anderen auch heißen jeden Tag mit dem Lächeln zu arbeiten oder... Ich fäll jetzt nichts ein aber diese Übersetzungsarbeit von einem emotionalen Stimulus auf den

00:39:37: Anderen ist nämlich das Richtige.

00:39:39: Ja, ich verstehe genau was du sagst!

00:39:41: Ich bin nicht so strukturiert wie Philippa, dass wir das immer merken.

00:39:45: Wirst du nach dir merken oder wirst du merken?

00:39:47: Im Sprich, ich bin eher so...

00:39:47: ...dass mir

00:39:53: in den Kopf kommt!

00:39:54: Das nenne ich übersetzen halt.

00:39:55: Aber dieses Rausfinden was jemand bewegt und da dann sich reinhängen, sodass die einzelnen Mitglieder eines Teams die Chance haben sich dem Ziel zu verschreiben und mit Freude sein.

00:40:19: Und was da auch ganz wichtig ist, dass die Konflikte gelebt werden.

00:40:27: Das wird oft übertüncht.

00:40:32: Das ist ein Phasenmodell für einen Team.

00:40:35: Kennst du vielleicht

00:40:36: Tuckman?

00:40:37: Performing, Storming, Norming,

00:40:39: Performing... Und diese Storming-Phase wird nicht genug gelebt in meinen Augen.

00:40:45: Die wird vermieden und solange das Storming nicht gemacht wird, also solange nicht kapiert wird wie jeder tickt.

00:40:51: Solange nicht Kapiert wird was jeden stört und was jedem gefällt!

00:40:55: Das ist natürlich ein bisschen Arbeit, muss man da reinstecken.

00:40:58: Aber wenn man das kapiert

00:40:59: und ... Ich nenne diese Phase immer See die Dinge wie sie sind.

00:41:03: Ja genau.

00:41:04: Also dieses Annehmen des, was halt die Erlebnis-Ebene von jedem einzelnen isst?

00:41:09: Genau!

00:41:09: Und wenn es so ist, dass auch auszuhalten, dass es so isst also das muss man einfach mal einen Moment zulassen, weil sonst ... Auch für die Person selber.

00:41:15: Ja ja, sonst ist nichts raus.

00:41:16: Die Ernährung kann es raus ausdrücken, genau.

00:41:18: Wenn dieser Phase überstanden ist und gemeinsames Ziel mit Freunden gelebt

00:41:22: wird dann Ich bin auf den Prozessen angehalten.

00:41:28: Von wegen, es ist gut ... Lassen wir uns mal zur Zukunft gehen?

00:41:34: Ja!

00:41:35: Aber ich merke, dass es dann Mitarbeiter gibt, die schlucken wieder runter und auf Basis von dem Storming ... Das sammelt sich dann alles an oder was?

00:41:44: Es war nie da.

00:41:45: Es durfte nicht ausgedrückt werden.

00:41:47: Wie kann's behandelt werden?

00:41:49: Also, dass du lange

00:41:51: geschluckt bist und irgendwann

00:41:52: explodiert?

00:41:52: Genau.

00:41:53: Das heißt eigentlich dieses Zulassen der Wahrheit oder?

00:41:57: Ja!

00:41:58: Weil das ist ein ganz wichtiger Aspekt.

00:42:00: Sonst hat man ja auch kein gemeinsames Bild.

00:42:02: Genau.

00:42:03: Ein gemeinsamesbild kann ja nur entstehen wenn... Wenn alle das können.

00:42:07: Wenn sich jeder auch mal eingebracht hat in das Bild was gerade ist.

00:42:11: Das Bild habe ich jetzt erstmal.

00:42:13: bevor ich jetzt zukünftig mit dir machen will, will ich erst einmal mein Bild mit dir teilen.

00:42:17: Glaubst du, das ist wichtig?

00:42:22: Ich glaube es ist elementar.

00:42:23: Weil ich sonst ja nicht weiß als Führungskraft, wie ich das Beste aus jemandem rausholen kann.

00:42:31: Wie ich jemanden so nehmen kann, wie er ist und nicht verbiegen will um mir irgendwas anderes zu machen.

00:42:40: Ich glaube Präferenzen zu kennen und den Leuten zu helfen die auszudrücken ist ganz wichtig aber erfordert auch ganz viel Mut Weil viele noch nicht bereit sind dazu.

00:42:51: Also es ist wirklich Arbeit und im Astronautenbereich, da geht halt viel um ... Da ging's eigentlich die ganze Zeit nur um eine Kurzusammensetzung.

00:43:02: Und wen sollen wir zum Marsch schicken?

00:43:04: Sollen das Familien sein?

00:43:06: Soll'n das Personen sein, die sich nicht kennen oder das Personen seien, die komplementär sind?

00:43:12: Oder gleich?

00:43:13: oder ich weiß

00:43:14: es nicht.

00:43:14: Gibt's ja Menschen, die sind bereit, da einzusteigen!

00:43:16: Ja, uuhm...

00:43:19: Na klar, es gibt immer Menschen die bereit für alles sind.

00:43:27: Aber das war immer eine Diskussion und das ist eine riesen unglaublich schwierige Wissenschaftteamzusammensetzung.

00:43:34: und selbst die besten Psychologen sagen wer sagt dass ich, dass du jemanden siehst und weiß es aber zu passt, das ist Quatsch!

00:43:42: Es ist großer Quatsche weil man muss jemandem kennenlernen.

00:43:45: Man kennt sich selber ja nicht mal nach hundert Jahren genug um genau zu wissen,

00:43:51: wie man sich über was

00:43:52: wo die eigenen Präferenzen sind.

00:43:53: Wo man wirklich noch Potenziale hat und jeder der sich dazu gesellt im Team muss sich immer herausfordern da also ja man muss Zeit und Präsenz investieren.

00:44:07: aber wenn man das tut und wenn man wirklich bereit ist und Interesse hat die Leute kennenzulernen dann wird man auch reich belohnen glaube ich.

00:44:15: denn das ist auch das was die meisten suchen Ist Anerkennung.

00:44:21: Ist Anerkennung in dem Sinne, sag du doch mal was du davon denkst oder... Was hältst du denn davon?

00:44:25: Oder wie fühlst du das?

00:44:28: Sag mir nochmal, was ich mache und was du meinen Augen machen würdest.

00:44:32: Das ist glaube ich ein größeres Kompliment für viele als einfach eine Gehaltserhöhung.

00:44:38: Einfach mal gesehen werden

00:44:39: oder gehört zu werden.

00:44:44: Jetzt könnte ich natürlich zur Mars-Mission noch extrem viel mit dir reden.

00:44:49: Ich würde gerne wissen, wen nimmt man da am besten an Bord und welche Charaktereigenschaften, Präferenzen sind da?

00:44:58: Vielleicht schaffen wir das beim nächsten Gesprächs.

00:45:00: Es wird mich super interessieren was du darüber weißt.

00:45:03: Wir werden schon lange raus jetzt, ich weiß nicht wo die Gelände sind inzwischen...

00:45:06: Aber damals gab es ja sicherlich einen Stand.

00:45:09: Die Fragen waren vielleicht bis heute noch zum Teil beantwortet sind, aber zum Teil auch nicht.

00:45:15: Aber das Ding ist ja noch nicht gestartet oder?

00:45:20: Nicht dass ich weiß...

00:45:23: Das Schwierige ist daran, dass man nie weiß wo es aufhört welche Faktoren Stressoren sind oder nicht für eine Person.

00:45:31: Das kann man nicht alles vorher testen wenn irgendwas aufkommt mit dem man nicht vorher gerechnet hat Und weiß man im Grunde nie, wie jemand reagiert und wie alle reagieren.

00:45:40: Das ist das Schwierige

00:45:41: daran.

00:45:41: Man kann nicht alles... Kann man davor nicht Muster erkennen?

00:45:44: Wie jemand prinzipiell reagiert?

00:45:46: Man kann grobe Muster erkannt werden.

00:45:47: Das

00:45:47: hast du natürlich auch an der Basis gemacht.

00:45:50: Wie jemand mit Angst umgeht und solche

00:45:51: Geschichten.

00:45:52: Aber dann in der Wirklichkeit

00:45:54: wenn... Aber man weiss nicht welcher emotionale Trigger zu was führen könnte.

00:45:57: Ist es das

00:45:58: oder welche?

00:45:59: Nicht nur emotionale triggers gibt jetzt Zichthausen-Triggers gibt biologische Triggers gibt mechanischen Triggers Psychologischer eben und es gibt soziale, superband.

00:46:10: Alles was auf uns einwirkt kann Trigger sein.

00:46:17: Jedes Eindruck ist ein eigener Trigger oder auch

00:46:21: nicht.

00:46:25: Ja toll!

00:46:27: Ich gehe mit dir noch in die letzte Frage Die Welt in fünf bis zehn Jahren

00:46:38: Schönen

00:46:38: Bild aus.

00:46:40: Auf der einen Seite und auf die anderen Seite starten wir mit dem, wenn es so weitergeht wie du es jetzt gerade erlebst auf dieser Welt Wir haben vorhin von diesem Getrennstein gesprochen, von der Natur Von der eigenen Person Zugang zu seinem Gefühl.

00:46:56: Wenn du auf der einen seite eben halt dieses bild auch machst wohin kann sich das entwickeln in den nächsten fünf bis zehn Jahren?

00:47:01: Und dann vielleicht noch mal In des bild was du dir wünscht um wo du dran arbeitest wo ihr gemeinsam daran arbeitet?

00:47:08: Lass uns mal kurz diese zwei Bilder zum Schluss unser Gespräch verbildlichen.

00:47:17: So wie die Entwicklung in den letzten Jahren war, scheint es natürlich so als wenn alles in die Binsen geht.

00:47:27: Als wenn die ersten Personen jedes Landes jeder Regierung alle durchdrehen langsam.

00:47:40: Telefone und Bildschirme im Kopf haben.

00:47:46: Aber ich glaube, das ist ein bisschen zu apokalyptisch.

00:47:49: Und

00:47:51: ich wünsche mir natürlich, dass es so apokaliptisch ist.

00:47:56: Dass diese Entfernung von der Natur – wir werden alle Maschinen, dass das nicht passiert!

00:48:01: Auch wenn man ... irgendwie sind ja leider alle Visionen

00:48:04: von Science-Fiction Filmen,

00:48:07: die alt genug sind jetzt schon wirklich geil.

00:48:12: Aber ich bin kein apokalyptischer Mensch und ich glaube, dass alles gut wird.

00:48:17: In dem Sinne, dass wir sicherlich immer schaffen irgendwie die Technologie, die uns kurz um die Ohren fliegt dann wieder so einzubauen das sie uns wirklich nützt und die Welt besser macht.

00:48:34: Und das ist halt auch mein Wunsch und ich glaub da fest dran spontane Evolution immer unmöglich ist.

00:48:42: Und dass es auch so sein kann, dass das alles noch ein bisschen schlimmer wird und wie Muskel er sich zusammenzieht bis er irgendwann bereit ist, sich zu entspannen.

00:49:00: Spontane Evolution, da gibt es das Buch von Bruce Leebden.

00:49:04: Wie heißt

00:49:06: das?

00:49:06: Spontaneous Illusion.

00:49:08: und das ist ein Buch was ziemlich viel Hoffnung macht und das hat bei mir voll eingeschlagen und davon bin ich ganz fest überzeugt dass die Menschheit oder Gruppen von Menschen fähig sind auch wenn alles immer schlechter zu sein, zu werden scheint auf einmal wie ein Schmetterling aus ihrem Kopf kommen kann alles verstanden

00:49:28: haben.

00:49:28: Und das ist das schöne Bild, was wird passieren?

00:49:31: Das Schöne-Bild!

00:49:32: Das ist

00:49:33: irgendwann alle ganz spontan zu sich selbst finden und kapieren dass eigentlich Liebe und Freude der Motor der Welt sind.

00:49:46: Wow

00:49:47: tolle Schlussworte.

00:49:48: da darf ich nichts mehr hinzufügen vielen Dank, sondern ja für deine Offenheit eine Zeit um dieses wunderschöne Tiefgehen Gespräch Danke dir.

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